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Geschichtliche Entwicklung

Stolpe war ursprünglich ein slawischer Siedlungsplatz, dessen Name stolp soviel wie Fischteich bedeutet. Eine andere Deutung ist Ort mit Fischständer im See.

Der Ortsname wechselt im 16. Jahrhundert von Stolp zu Stolpe.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert in das Jahr 1360, als die Warburgs auf Quadenschönfeld als Pfandsicherheit die Bede ( Landessteuer ) von Stolpe erhielten. Der slawische Name deutet aber auf eine ältere Siedlungsgeschichte hin.

Das Gut hatte über Jahrhunderte denselben Besitzer wie das Gut in Quadenschönfeld - die Familie von Warburg. Das Gut wurde bis 1837 als Nebengut von Quadenschönfeld aus mitbewirtschaftet, daher ist die Geschichte des Ortes eng mit der von Quadenschönfeld verbunden.

Erst 1837 wurde Stolpe selbständiger Besitz des Hellmut von Warburg.

Etwa 1850 wurde das Gutshaus neu errichtet, ein massiver Putzbau, eingeschossig, mit hohem Sockel- und Drempelgeschoss, der Gartensaal an der Rückseite als halbes Achteck vorspringend. Es könnte eine verkleinerte Ausgabe des Gutshauses von Quadenschönfeld gewesen sein.

Stolpe war 1889 ein ritterschaftliches Gut mit einer Schule und hatte zu der Zeit 135 Einwohner.

Um 1900 übernahm der Großherzog das Gut, nachdem zuvor die Stolper Linie derer von Warburg ausgestorben war.

1920 fällt das Gut an den Freistaat Mecklenburg-Strelitz und wird Domäne. Die 467 ha große Domäne wurde verpachtet.

1926 zählte Stolpe 144 Einwohner und hatte eine Schule, Schmiede und Feuerspritze.

Von 1933 bis 1945 war Stolpe Parteigut der NSDAP. Das Gutshaus wurde vor Kriegsende 1945 gesprengt.

Mitte 1946 wurde das ehemalige Gut im Zuge der Bodenreform aufgesiedelt. Die Chronik spricht von 50 Siedlern. Aus dieser Zeit rühren die baulichen Erweiterungen der Ortschaft, die Ausweisung von Bauflächen und die Erschliessung des Hinterlandes.

Durch die mit dem Kriegsende verbundenen Ereignisse, besonders aber infolge des Zuzugs von Flüchtlingen und der Aufsiedelung des Gutes ist die Wohnbevölkerung des Ortes fast vollständig ausgewechselt worden.

Bereits 1955 I 56 kam es in Stolpe zur Bildung einer LPG Typ I.

Im Zuge der weiteren Kollektivierung ( 1965 Bildung der LPG Typ 111 ) wurden die Anlagen der LPG (P) und LPG (T) jedoch zwischen Stolpe und Möllenbeck errichtet, im Ort selbst nur die verbliebenen Nebengebäude des Gutes genutzt.

Für die Entwicklung des Ortes war in der Ortsgestaltungskonzeption von 1983 vorgesehen, zunächst die baulichen Lücken im Ort zu schliessen und dabei auch das Gelände der ehemaligen Gärtnerei einzubeziehen. Erst danach sollten die 1945 begonnene Bebauung in der Tiefe und am westlichen Ortsrand verdichtet werden. Die im Gutsbereich gelegene Schmiede ist wegen des zu hohen Aufwandes für ihre Rekonstruktion nach 1983 abgerissen worden.

1983 war die Einwohnerzahl auf 99 zurückgegangen.

In Stolpe war es am schwierigsten, von den befragten Einwohnern etwas über die früheren Nutzungen ihrer Gebäude in Erfahrung zu bringen. Bedauerlich, aber verständlich wenn man bedenkt, daß hier die geballte jüngste Geschichte mit feudalen Gutsherren, dem Reichsleiter Martin Bormann sowie das Ende von Mecklenburg-Strelitz, des Deutschen Reiches und zuletzt das Ende der DDR hautnah erlebt worden ist.

Im historischen Atlas von Mecklenburg - Karte der historischen Dorfformen - ist Stolpe als Kleines Gassendorf eingetragen, d. h. es weist eine doppelseitig bebaute kurze Dorfstrasse auf.

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