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Geschichtliche Entwicklung

Der Ortsname ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs und kann als Weideort übersetzt werden. 1299 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt und heißt Werben, um 1370 Warbende und 1561 tritt er als Werbende in Erscheinung.

Anlass der ersten Erwähnung im Jahre 1299 ist die Widmung von damals 100 Hufen Land an das Kloster Himmelpfort durch Markgraf Albrecht, die in den Dörfern Neddemin, Flatow und Warbende lagen.

Das Gut, dessen Wurzeln bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen, war zunächst im Besitz des Landesherrn, danach der Familie von Warburg und schließlich des Klosters Himmelpfort. Bereits 1436 - nach anderen Quellen erst 1506 - gehörten ganz Warbende und Flatow zum Gut und damit dem Kloster Himmelpfort. Nach der Reformation wurde Warbende Pachthof des Landesherrn.

Der 30-jährige Krieg und das sogenannte Bauernlegen zum Ende des 18. Jahrhunderts gingen auch an Warbende nicht spurlos vorüber.

1806 wurde der Ort von französischen Truppen geplündert. 1834 vernichtete ein Großfeuer weite Teile des Dorfes; von ihm blieben nur die Kirche und außer wenigen anderen auch die Vorgänger der heutigen Häuser Nr 9, 10 und 11 verschont.

1872 weist Warbende folgende Einrichtungen auf: Kirche mit Prediger am Ort, Küsterei und Schule, Krug, Schmiede, Feuerspritze, Ziegelei, eine Wasser- und Windmühle und ist zu dieser Zeit ein Landesgut. Die Ziegelei ist ein Hinweis auf das schon damals bekannte Tonvorkommen. Ziegeleien wurden zudem abhängig von der regionalen Nachfrage aufgebaut, betrieben und wieder geschlossen, wenn der Bedarf gedeckt war.

So gab es 1886 in Warbende zwar noch alle sonstigen Einrichtungen, jedoch die Ziegelei nicht mehr. Der Ort zählte damals 258 Einwohner.

40 Jahre später, 1926, werden neben den vorgenannten Einrichtungen die Bahnstation und sogar ein Standesamt erwähnt. Die Zahl der Einwohner beträgt 290. Warbende gehört in dieser Zeit zum Amt Feldberg.

Neben dem Gut gab es um 1920 4 Erbpachthöfe und 2 Büdnereien. Die Erbpachthöfe hatten eine Größe zwischen 12 ha und 28 ha. Konkret wird es sich dabei um die Häuser Nr 2, 12, 13 und 16 gehandelt haben. Das Gut wird zu dieser Zeit als Pachthof bezeichnet. Die Größe des Gutes beträgt 707 ha, es ist vom Freistaat Mecklenburg-Strelitz an die Familie Runge verpachtet.
549 ha der Gesamtfläche sind Acker, 130 ha werden als Wiesen und Weiden genutzt. Dies erklärt sich aus der zu jener Zeit weiterarbeiteten Schafhaltung.

Auch der Dorfkrug gehörte zu den in dieser Zeit aus dem Gut herausgelösten Erbpachthöfen. Einer seiner Besitzer war der Komponist des Schlagers "Wenn der weiße Flieder wieder blüht", Franz Ooelle. Da in der Region sehr häufig Flieder als Heckenpflanze gewählt wurde und wird, könnte sich hieraus eine kulturelle Veranstaltung mit überregionaler Bedeutung und Zuspruch entwickeln.

Um 1930 wurden weitere Flächen des Gutes aufgesiedelt. Das Kriegsende 1945 und seine Folgen sind ein tiefer Einschnitt in der Geschichte des Dorfes. Der fast vollständige Austausch der Bevölkerung mit seinen positiven, wie negativen Wirkungen, ist das herausragende Merkmal.

Im Sommer 1945 entstehen im Zuge der Bodenreform 8 Neubauernstellen.

Mitte 1946 wurde das Gut in Volksgut Warbende umbenannt, von 1950 bis 1989 besteht Warbende als Volkseigenes Gut. Die NeubauernsteIlen verlieren im Zuge der Entwicklung des Agrarwesens der DDR ihre Selbständigkeit.

Bis 1953 war die Volksschule im Haus Nr 11 untergebracht. Nach 1953 wurden die Klassen 5 - 8 zur Zentral schule nach Quadenschönfeld geschickt. 1972 wurde die Schule in Warbende ganz aufgelöst

1960 wird auf der Trasse der inzwischen stillgelegten Reichsbahn die Strasse nach Quadenschönfeld gebaut.

Bis 1974 war Warbende eine selbständige Gemeinde. In diesem Jahr erfolgte die Zusammenlegung mit den Ortsteilen Flatow, Möllenbeck, Quadenschönfeld und Stolpe zur Gemeinde Möllenbeck. 1983 war Warbende das größte Dorf der Gemeinde mit 291 Einwohnern in 110 Wohneinheiten.

Entsprechend der ersten Erwähnung 1299 wurde im Jahre 1999 zusammen mit dem urkundlich gleich alten Flatow das 700-jährige Bestehen gefeiert.

Im historischen Atlas von Mecklenburg, Karte der historischen Dorfformen ist Warbende als Kleines Angerdorf eingetragen, d. h. der Anger hatte einen Länge von bis zu 300 m. Die Kirche lag ehemals mitten auf einem Anger mit Teich, dessen letzte Reste nach 1945 mit den Häusern 5 - 7 überbaut wurden.

Ehrenbürgerin:
Luise Dobratz wurde zur Ehrenbürgerin der Gemeinde - zum
Anlaß ihres 80 Geburtstages.

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